Benutzerhinweise

Um zu einer sinnvollen Dosierungsrichtlinie zu kommen, darf man natürlich nur typische Tage für die Berechnung heranziehen. Das heißt, Tage mit verringertem (z.B. ungewöhnliche körperliche Belastung) oder erhöhtem Insulin-Bedarf (z.B. Krankheit) sollten für die Berechnung nicht verwendet werden (außer Sie möchten Hinweise für eine Dosierung für solche außergewöhnlichen Lebenssituationen).

Zur Prüfung, ob der berechnete Basisbedarf realistisch ist, gibt es eine einfache Faustregel: Nicht-Diabetiker produzieren beim Fasten ungefähr 1 I.E. pro Stunde. Liegt der berechnete Basis-Wert weit daneben, müssen unbedingt die Ursachen dafür geklärt werden, bevor die Dosierung umgestellt wird. Anderenfalls besteht akute Hypo-Gefahr!

Sobald Sie merken, dass Ihre bisherige Dosierungsrichtlinie nicht mehr stimmt (schlechte BZ-Werte, vermehrte oder stärkere Hypos), sollten Sie aus den BE- und I.E.-Tagessummen der letzten 8 bis 14 "gewöhnlichen" Tage eine neue Regressionsgerade und damit eine neue Dosierungsrichtlinie ermitteln. Voraussetzung ist natürlich die konsequente Führung eines Diabetiker-Tagebuches!

Eine korrekte BE-Schätzung ist keine unabdingbare Voraussetzung für eine erfolgreiche Anwendung des Verfahrens. Wenn Sie sich nämlich immer um denselben Faktor verschätzen (also z.B. immer um die Hälfte zu hoch) macht das gar nichts. Nur wenn Sie unsystematisch "Hausnummern" schätzen, wirkt sich das nachteilig auf die Berechnung aus.

Kein Computer kann den gesunden Hausverstand ersetzen! Die berechneten Dosierungsrichtlinien müssen immer kritisch geprüft werden. Wenn sie medizinischen Erkenntnissen oder eigenen Erfahrungen widersprechen, sind sie höchstwahrscheinlich falsch.

Dank

Für wertvolle Hinweise danke ich Frau Dr. CHRISTINE BALI (ehemals KH der Stadt Wien Lainz), Frau Prof. Dr. KINGA HOWORKA (AKH Wien), Frau Dr. HELGA GRILLMAYR und Herrn Dr. ERICH WOLFRUM (beide Aktive Diabetiker Austria). Mein besonderer Dank gilt den vielen Diabetikerinnen und Diabetikern, die mir ihre Erfahrungen bei der Anwendung von IDOL mitgeteilt und auf diese Weise die Entwicklung des Verfahrens entscheidend geprägt haben.